 Carola L. Gottzmann (Hrsg.)
Deutschsprachige Literatur im Baltikum und in Sankt Petersburg
Ungeachtet der exponierten geographischen Lage des Baltikums braucht die dort entstandene deutschsprachige Dichtung, vor allem die der frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts, in Form und Inhalt den Vergleich mit Werken der jeweiligen literarischen Avantgarde nicht zu scheuen. Durchreisende, zuziehende und einheimische Dichter und Schriftsteller verliehen der Literatur des Baltikums eine unverwechselbare Prägung, die nicht zuletzt den dort herrschenden besonderen historischen bzw. gesellschaftlichen Bedingungen geschuldet war. Besonders eng mit der geistigen Kultur des Baltikums verbunden zeigte sich die nahegelegene Hauptstadt des Russischen Reiches, St. Petersburg, wo Einzelpersonen und literarische Zirkel sich gleichfalls der Pflege deutschsprachiger Literatur widmeten.
Auf einer Fachtagung der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen befassten sich unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Carola L. Gottzmann, Lehrstuhl für Mediävistische und Osteuropäische Germanistik der Universität Leipzig, Literaturwissenschaftler aus Deutschland, Estland, Lettland und Rußland mit der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und Sankt Petersburgs. Diese wurde nicht nur aus literaturwissenschaftlichem Blickwinkel betrachtet, sondern auch und vor allem in den konkreten historischen bzw. sozialgeschichtlichen Kontext eingeordnet.
Literarische Landschaften, Bd. 11. Hrsg. von der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. Duncker & Humblot, Berlin 2010, 261 S., broschiert, Bezug über den Verlag Duncker & Humblot, ISBN 978-3-428-12612-4
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