Dieter Blumenwitz Positionen der katholischen Kirche zum Schutz von Minderheiten und Volksgruppen in einer internationalen FriedensordnungEine völkerrechtliche Untersuchung Bleibendes Hindernis einer umfassenden Friedensordnung sind lokale und regionale Konflikte, oft durch massenhafte Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet, woraus sich wiederholt große Flüchtlingsströme entwickeln. Vor diesem Hintergrund zeigt die Untersuchung, dass nur ein effektiver Minderheiten- und Volksgruppenschutz das Fundament einer umfassenden internationalen Friedensordnung bilden kann. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 175 S., broschiert, ISBN 3-8046-8886-1
Gilbert H. Gornig Territoriale Entwicklung und Untergang PreußensEine historisch-völkerrechtliche Untersuchung Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Staat Preußen durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 vom 25. Februar 1947 aufgelöst. In der vorliegenden, primär historisch-völkerrechtlichen Abhandlung wird untersucht, ob mit diesem Kontrollratsgesetz der Staat Preußen aufgelöst wurde, oder ob man damit nurmehr symbolisch einem bereits Verblichenen einen weiteren Todesstoß geben wollte. Ferner wird in groben Zügen die historisch territoriale Entwicklung Brandenburg-Preußens vom Frühmittelalter bis ins 20. Jahrhundert beschrieben, wobei ein Schwerpunkt auf dem Verhältnis Preußens zu den übergeordneten Größen Heiliges Römisches Reich, Deutscher Bund und Deutsches Reich liegt. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 374 S., broschiert, 3-8046-8885-3
Gilbert H. Gornig Das nördliche Ostpreußen – gestern und heuteEine historische und rechtliche Betrachtung Das Schicksal des Königsberger Gebietes kann die Interessierten entzweien, aber auch zusammenführen. Gemeinsam und mit Unterstützung der EU könnte der Wiederaufbau dieser Region bewerkstelligt werden, so dass sich für die dort lebenden Menschen neue Perspektiven eröffnen. Gegenstand der Untersuchung ist die bewegte Vergangenheit des Preußenlandes, die einer völkerrechtlichen Betrachtung unterzogen wird. Forschungsergebnisse der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 222. Aufl. 1996, 400 S., broschiert, ISBN 3-88557-163-3/978-88557-163-3
Dieter Blumenwitz Wahlrecht für Deutsche in Polen?Zur Möglichkeit einer Beteiligung der deutschen Volksgruppe in Polen an den Wahlen zum Deutschen Bundestag Das Wahlrecht bildet das vornehmste und wichtigste staatsbürgerliche Recht. Aufgrund seines dynamischen Charakters drängt es auf eine immer vollständigere Erfassung des Staatsvolks. Seine eminente Bedeutung mach es zu einem steten Gegenstand des öffentlichen Diskurses und unterliegt einer ständigen kritischen Überprüfung. Die Studie versteht sich als Beitrag zu diesem Diskurs und zu den Benmühungen, möglichst alle deutschen Staatsbürger, also auch die nach dem Zweiten Weltkrieg im polnischen Herrschaftsbereich verbliebenen Deutschen und ihre Nachkommen, am politischen Willensbildungsprozess in der Bundesrepublik Deutschland teilhaben zu lassen. Die gegenwärtige Gesetzeslage gestattet eine Wahlteilnahme dieses Personenkreises bislang allerdings nicht. Mittel- und Osteuropawissenschaften, Reihe Recht 3, Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1999, 136 S., broschiert, ISBN 3-8046-8870-5
Michael Silagi Vertreibung und Staatsangehörigkeit Bei den in der Folge des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland vertriebenen Volksdeutschen stellt sich die Frage, ob sich ihr rechtliches Band zum jeweiligen Staatsvolk in den alten Siedlungsgebieten endgültig gelöst hat. Insbesondere als Ausfluss des „Rechts auf die Heimat“ könnte die überkommene Zugehörigkeit der Vertriebenen zur angestammten Heimat der Disposition des Gesetzgebers in den Vertreiberstaaten, aber auch im Aufnahmestaat Deutschland entzogen sein. Es gilt daher, das Verhältnis von Volkszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit zueinander zu klären. Forschungsergebnisse der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 301999, 166 S., broschiert, ISBN 3-88557-191-9/978-88557-191-9
Wilfried Fiedler (Hrsg.) Deportation – Vertreibung – „Ethnische Säuberung“Völkerrechtlicher Stellenwert und wissenschaftliche Bewältigung in der Gegenwart Die Aufnahme von Deportationen und Massenvertreibungen in die Liste der strafbaren „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ liefert die späte und längst überfällige Einordnung von existentiellen Vorgängen, die oft noch zu den akzeptierten Bildern des „modernen Krieges“ gezählt werden. Die Studie geht einigen Grundfragen des Völkerrechts detailliert nach und dokumentiert neuere internationalrechtliche Entwicklungen – einschließlich der Fortwirkung zentraler Aussagen des Völkerrechts. Forschungsergebnisse der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 281999, 173 S., broschiert, ISBN 3-88557-187-0/978-88557-187-2
Dietrich Murswiek Peaceful Change –ein Völkerrechtsprinzip? Wenn die Ächtung des Krieges dazu führte, ungerechte Verhältnisse zu zementieren, so wäre dies keine qualitative Verbesserung des Friedens, sondern der Keim für neue gewaltsame Auseinandersetzungen. Hier setzt das völkerrechtliche Prinzip des „peaceful change“, des friedlichen Wandels, an. Den Stand der wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Prinzip darzustellen, seine Bedeutung, seinen Inhalt und seine Konsequenzen schärfer zu erfassen und es systematisch weiterzuentwickeln, ist Ziel der Arbeit. Forschungsergebnisse der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 251998, 116 S., broschiert, ISBN 3-8046-8853-5
Otto Luchterhandt Nationale Minderheiten und Loyalität In manchen Staaten Europas besteht hinsichtlich der Ausübung der Minderheitenrechte eine deutliche Spannung zwischen den etatistischen Interessen der Volksmehrheit und dem legitimen Streben der Minderheiten und Volksgruppen nach Selbstbehauptung und Sicherung ihrer spezifischen grenzüberschreitenden Bindungen. Der Autor untersucht die hieraus sich ergebende Loyalitätsproblematik. Forschungsergebnisse der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 251997, 149 S., broschiert, ISBN 3-8046-8836-5
Dieter Blumenwitz, Gilbert H. Gornig, Dietrich Murswiek (Hrsg.) Ein Jahrhundert Volksgruppen- und Minderheitenschutz Der nationalstaatliche Gedanke des 19. Jahrhunderts hat sich in seiner vollen Ausprägung, der im Grundsatz dem Fortbestehen von Volksgruppen und Minderheiten entgegengerichtet war, nicht als friedensstiftendes Ordnungsprinzip erwiesen. Die Rechte der Volksgruppen und Minderheiten zu definieren, wurde im gesamten 20. Jahrhundert als Aufgabe begriffen, wenn dieses Jahrhundert auch gleichzeitig von vielfachen Verstößen gegen diese Rechte geprägt war, von den Vertreibungen im griechisch-türkischen Raum über die der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs bis hin zu den jüngsten Vertreibungen im Kosovo. Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Band 19Verlag Wissenschaft und Politik, 2001, 176 S., broschiert, ISBN 3-8046-8887-x
Dieter Blumenwitz/ Gilbert H. Gornig/ Dietrich Murswiek (Hrsg.) Minderheitenschutz und Demokratie Aktuelle Beispiele verdeutlichen, in welchem Maße die Sicherung eines effektiven Schutzes ethnischer und nationaler Minderheiten und gerechter Mitwirkungsmöglichkeiten von Minderheiten die Voraussetzung für eine friedliche und auf demokratischen Prinzipien beruhende Entwicklung eines Staates darstellt. Dies gilt nicht zuletzt für die jungen Demokratien des östlichen Europa. Die Beiträge untersuchen systematisch sowie historisch das Verhältnis von Demokratie und Minderheitenschutz und beziehen die gewonnenen Erkenntnisse auf die Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Staats- und völkerrechtliche Abhandlungen der Studiengruppe für Politik und Völkerrecht, Bd. 20, Duncker & Humblot, Berlin 2004, 204 S., broschiert, Bezug über den Verlag Duncker & Humblot, ISBN 3-428-11572-4