Gerhard Eimer/Ernst Gierlich (Hrsg.) Echte Wehrhaftigkeit oder martialische WirkungZur praktischen Funktion und zum Symbolcharakter von Wehrelementen profaner und sakraler Bauten im Deutschordensland Preußen und im Ostseeraum „Wie der Turm Davids ist dein Hals, als Festung erbaut, tausend Schilde hängen daran, alle Rüstung der Helden“ – so preist König Salomo im Hohen Lied seine Geliebte. Als architektonische Umsetzung finden sich an den mittelalterlichen Burgen zahlreiche von Türmen eingefasste, zinnenbewehrte und mit aufgeputzten Wappenschilden versehene Toranlagen. Aber nicht nur Profanbauten, sondern auch Kirchen – Sinnbilder der endzeitlichen Gottesstadt und damit auch Mariens, für die wiederum symbolisch die Geliebte des Hohen Liedes steht – wurden mit wehrhaft erscheinenden Architekturelementen versehen. Konkret in den Blick genommen wird die spätmittelalterliche Architektur der Ostseeregion im allgemeinen und diejenige des Deutschordenslands Preußen im besonderen. Gerade hier erfuhr die Verbindung von geistlicher und weltlicher Architektur eine einzigartige Ausprägung. Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 3Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 2000, 302 S., zahlreiche Abb., broschiert, ISBN 3-8046-8868-3
Ernst Badstübner/ Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich/ Matthias Müller (Hrsg.) Licht und Farbe in der Backsteinarchitektur des südlichen Ostseeraums Über die Lichtführung und die originale Farbigkeit sakraler und profaner Backsteinbauten des Mittelalters ist nur wenig bekannt. Neue Erkenntnisse geben Anlass zu einer Revision bestehender Vorstellungen von Licht und Farbe im Raum, deren Wirkung von den architektonischen Formen ebenso wie von der farbigen Raumfassung, von der figürlichen oder dekorativen Ausmalung, von der Glasmalerei in den Fensterverglasungen und von der Farbigkeit der liturgischen Ausstattung bestimmt wird. Studien zur Backsteinarchitektur, Bd. 7, gleichzeitig Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 4,Lukas Verlag, Berlin 2005, 550 S. mit ca. 300 Abb., broschiert, ISBN 3-936872-11-2
Gerhard Eimer/Ernst Gierlich (Hrsg.) Die sakrale Backsteinarchitektur des südlichen Ostseeraums –der theologische Aspekt Monumentale spätmittelalterliche Backsteinkirchen prägen noch heute das Bild der Städte des südlichen Ostseeraums. Den theologischen, d.h. vor allem den liturgie- und frömmigkeitsgeschichtlichen Faktoren, welche die konkrete Gestaltung und die Ausstattung der Sakralbauten bestimmten, gehen in diesem Sammelband Kunsthistoriker, Historiker und Theologen aus Deutschland, Polen, Schweden und dem Baltikum nach. Ihre Darstellungen der mannigfachen Beziehungen von Architektur, Ausstattung und Liturgie bieten ein facettenreiches Bild der Kirchen und ihrer Einbindung in das geistige und soziale Leben des späten Mittelalters. Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 2Gebr. Mann Verlag Berlin 1999, 243 S., zahlreiche Abb., broschiert, ISBN 3-7861-1569-9
Gerhard Eimer Bernt NotkeDas Wirken eines niederdeutschen Künstlers im Ostseeraum Monumentale Werke wie der Totentanz in der Revaler Nikolaikirche, der Hochaltar im Dom von Arhus und Domlettner und Triumphkreuz im Dom zu Lübeck geben noch heute Zeugnis von dem malerischen und plastischen Schaffen des wohl bedeutendsten bildenden Künstler des ausgehenden Mittelalters im Ostseeraum. Sein Werk kann als hervorragendes Beispiel für den Gleichklang abendländischer Kultur gelten, die über trennende Grenzen hinweg Verstehen und Austausch zwischen den Völkern schafft. 1985, gebunden, 211 S., zahlreiche Abb., ISBN 3-88557-043-2/978-88557-043-1
Christoph Machat Veit Stoß –ein deutscher Künstler zwischen Nürnberg und Krakau Die aus Anlass des 450. Todestages des Bildhauers, Malers und Graphikers herausgegeben Monographie erläutert neben Herkunft und künstlerischen Anfängen vor allem die Krakauer Jahre, aber auch die nach der Rückkehr aus Krakau nach Nürnberg geschaffenen Skulpturen und Graphiken sowie die bedeutsamen Ausstrahlungen der Stoß’schen Kunst nach Polen, Schlesien, der Zips und Siebenbürgen. 1984, gebunden, 135 S., zahlreiche Abb., ISBN 3-88557-029-7/978-88557-029-5
Gerhard Eimer/Ernst Gierlich Kunsthistoriker und Denkmalpfleger des Ostens –Der Beitrag zur Entwicklung des Faches im 19. und 20. Jahrhundert Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, die aus dem historischen deutschen Osten – aus Ostpreußen, Pommern, Danzig oder Schlesien – stammten oder dort wirkten, prägten ihr Fach in all seinen Höhen und Tiefen maßgeblich.Vornehmlich anhand ihrer Biographien betrachten heutigen Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland und aus Polen gemeinsam die Entwicklung kunsthistorischer und denkmalpflegerischer Konzeptionen im 19. und 20. Jahrhundert. 207 S., broschiert, Bonn 2007, ISBN 3-88557-221-4
Willi Drost Das Danziger Uphagenhaus als Lebensform – Gdanski Dom Uphagena jako forma zycia. Mit einem Editorial von Gerhard Eimer. In einem Rundfunkvortrag vom 3. September 1934 beschrieb Willi Drost das in den 1770er Jahren erbaute Haus der Kaufmannsfamilie Uphagen als Ausdruck der kultivierten Lebensform des Danziger Bürgertums in der Zeit des Rokoko. Die kunstvoll geschnitzten, mit präzisen Abbildungen von Pflanzen und Tieren sowie mit exotischen Szenen geschmückten Paneels und Türen der repräsentativ oder intim gestalteten Räume des Hauses sind nach Drost Zeugnisse einer vergangenen, von Schönheit und Harmonie durchdrungenen Welt. In diese einzutreten lud der Danziger Denkmalpfleger seine Zuhörer ein. Der Text von Drosts Rundfunkvortrag wird in deutscher Sprache und in polnischer Übersetzung wiedergegeben; bebildert wird er mit Photographien aus der Vorkriegszeit sowie mit zeitgenössischen Zeichnungen aus dem Leben der Danziger Bürger von Daniel Chodowiecki. 36 S., broschiert, 9 Abb., Bonn 2006, ISBN 3-88557-216-8/978-88557-216-9
Winter, Hiltrud (Hrsg.) Otto Kuske – ein pommerscher Maler Wiederentdeckung eines Künstlers, der Menschen, Bauten und Landschaften Pommerns mit sensibel gestalteten Ölbildern, Aquarellen und Graphiken treffend dokumentierte – gleichermaßen schlicht und frei von Pathos und vor allem Ausdruck seiner Liebe zur pommerschen Heimat.Der Großteil des einst umfangreichen Oeuvres von Otto Kuske ging am Ende des Zweiten Weltkriegs im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung verloren. Nur zufällig erhaltene Zeugnisse der bemerkenswerte Mal- und Zeichenkunst Kuskes finden sich zum Teil im Museum zu Rügenwalde, zum Teil im Besitz seiner Tochter Hiltrud Winter. Sie werden in dem ansprechenden Band präsentiert und von der Kunsthistorikerin Angelika Storm-Rusche fachkundig kommentiert. 64 S., geb., Siering Verlag, Bonn 2007, ISBN 978-3-923154-35-7
Christofer Herrmann Mittelalterliche Architektur im PreußenlandUntersuchungen zur Frage der Kunstlandschaft und -geographie Im Preußenland, dem Gebiet zwischen Weichsel und Memel, existierte vom 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert der Staat der Deutschordensritter. In der Zeit der Ordensherrschaft entstand eine reiche Architekturlandschaft, die vor allem durch ihre Burgen, eine Synthese von Kloster und Befestigung, berühmt geworden ist. Daneben wurden fast 100 Städte gegründet, in denen rasch Kirchen, Stadtbefestigungen und Kommunalbauten aus Backstein heranwuchsen. Auch in den etwa 1000 neu gegründeten Dörfern errichtete man zahlreiche Pfarrkirchen.Der repräsentativ gestaltete Band bietet eine Erfassung aller 425 mittelalterlichen Burgen, Kirchen und Rathäuser der ehemaligen preußischen Bistümer Kulm, Pomesanien, Ermland und Samland umfassenden Region und eine Auswertung des Architekturbestands unter verschiedenen Fragestellungen.Das Preußenland wird als reiche Architekturlandschaft mit seinen charakteristischen Merkmalen erlebbar. 816 S., ca. 1.700 Abb., gebunden, Artes-Verlag, Olsztyn/ Verlag Michael Imhof, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-234-5, € 135,-
Gerhard Eimer/ Ernst Gierlich/ Matthias Müller (Hrsg.) Ecclesiae ornatae - Kirchenausstattungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit zwischen Denkmalwert und Funktionalität Kaum vorstellbar ist für uns heute, in welch hohem Maße Kirchen vor der Welle der neuzeitlichen Purifizierungen mit Ausstattungsobjekten angefüllt waren. Gleichwohl vermittelt ein umfangreicher Bestand erhalten gebliebener Ausstattung immer noch einen Eindruck von der Bedeutung gewachsener Ensembles, die dem Kircheninnenraum erst seine eigentliche Gestalt gaben.Das Anliegen der von Wissenschaftlern aus Deutschland, Polen und dem Baltikum gemeinsam getragenen Greifswalder Tagung zu Ausstattungsensembles im südlichen Ostseeraum war deshalb die Analyse der Ausstattung aus verschiedenen Perspektiven: Produktion und Rezeption, Verortung und Sichtbarkeit, Stellenwert und Funktion. Dabei wurden vorrangig vor dem Hintergrund des jeweiligen Funktionsrahmens Wirkung und Gebrauchsweise der Gegenstände und Bildwerke thematisiert. Kunsthistorische Arbeiten der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Bd. 6,Bonn 2009, 400 S. mit zahlr. Abb., broschiert, ISBN 978-3-88557-226-8