Christine Czaja (Hrsg.)unter Mitarbeit von Astrid Luise Mannes, Oliver Dix, Ernst Gierlich, Markus Leuschner, Joachim Piegsa, Felix Raabe, Karl Heinz SchaeferHerbert Czaja –Anwalt für MenschenrechteHerbert Czaja entfaltete er bis zum Tod im Jahre 1997 ein vielfältiges politisches Wirken. Das vorliegende Buch stellt das öffentliche Leben Herbert Czajas umfassend dar. Zum ersten Mal wird zusammenhängend u.a. seine 37-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag als CDU-Abgeordneter nachgezeichnet, ebenso die 24-jährige Präsidentschaft im Bund der Vertriebenen und sein 32-jähriges Engagement im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Ein Dokumentationsteil weist zahlreiche seiner publizierten Reden und Aufsätze auf. Viele seiner realistischen Konzepte für einen gerechten Ausgleich, ein Geben und Nehmen im Rahmen einer europäischen Friedensordnung werden dargelegt. Bonn 2003, 425 S., 17 Abb. gebunden, ISBN 3-88557-210-9
Witold StankowskiLager für Deutsche in Polen –am Beispiel Pommerellen/ Westpreußen (1945 – 1950)Durchsicht und Analyse der polnische Archivalien Eine Geschichte der Lager für Deutsche in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg konnte bislang nicht geschrieben werden, waren doch die wenigen erhaltenen, verstreut aufbewahrten Quellen hierzu nicht zugänglich oder zumindest nicht systematisch erfasst. Hier werden nun erstmals Dokumente sowie Angaben aus einschlägigen polnischen Archivalien vorgestellt, die in die Problematik der Lager für Deutsche einführen sollen. Beschreibungen der Lager für die internierten Deutschen und der dort herrschenden Lebensumstände, Angaben zur Zahl der Internierten und zur Zahl der dort Umgekommenen. Die Dokumente erscheinen erstmals in polnischer Sprache und deutscher Übersetzung. Ergänzt wird der Band durch die erstmalige Veröffentlichung vom Autor entdeckter photographischer Zeugnisse der Vertreibung/ Aussiedlung im schlesischen Raum. Historische Forschungen der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen,203 S., gebunden, Bonn 2001, ISBN 3-88557-207-9/978-88557-207-7
Karol Sauerland (Hrsg.) Kulturtransfer Polen-DeutschlandWechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Band 3 Die Arroganz von Seiten der sogenannten Kulturtransferträger ist sprichwörtlich. Die moderne Form der Arroganz setzt mit Humanismus und Aufklärung ein: Nun werden äußere, anscheinend objektive Kriterien entwickelt, nach denen man Andere als zivilisatorisch zurückgeblieben einstufen kann. Mit dem Fortschreiten nationalstaatlichen Denkens im 19. und 20. Jahrhundert bestimmt Arroganz nicht zuletzt das Verhältnis von Polen und Deutschen unheilvoll. Immerhin lassen sich auch Beispiele dafür aufzeigen, dass Arroganz im Kulturtransfer durch geduldiges Aufeinanderzugehen überwunden werden kann. Bonn 2004, 164 S., broschiert, ISBN 3-88557-213-3/978-88557-213-8
Christof Dahm/ Hans-Jakob Tebarth (Bearb.) Die Bundesrepublik Deutschland und die Vertriebenen Aus der deutschen Nachkriegsgeschichte sind die Heimatvertriebenen als gestaltender Faktor in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht wegzudenken. Viele Details ihrer Geschichte, die nicht immer eine „Erfolgsgeschichte“ war, sind in den letzten Jahrzehnten bereits aufgearbeitet worden; manches harrt jedoch noch der wissenschaftlichen Erforschung. Dies gilt besonders für die Rolle der „Umsiedler“ in der SBZ bzw. DDR und das in Westdeutschland und Mitteldeutschland vielfach verdrängte Schicksal der in den alten Heimatgebieten verbliebenen Deutschen. Der vorliegende Tagungsband enthält elf Beiträge, die sich mit dem genannten Themenkreis beschäftigen. 2000, 196 S., broschiert, ISBN 3-88557-192-7/978-88557-192-6
Erna Ewert/ Marga Pollmann/ Hannelore Müller Frauen in Königsberg 1945-1948 Authentische Aufzeichnungen über die Schicksale von Frauen und Kindern, die in den Jahren 1945 bis 1948 in Königsberg und Umgebung lebten. Die Berichte über die z.T. grausamen Lebensumstände rufen tiefe menschliche Anteilnahme hervor. Gleichwohl geht es hier nicht um eine einseitige Verklärung der Opfer, sondern um die weitere Erhellung einer immer noch im Dunklen liegenden Zeit und damit um die Vermittlung eines differenzierteren und den unmittelbar Leidtragenden gerechter werdenden Geschichtsbildes. Bonn 2006, 188 S., 20 Abb. und Karten, broschiert, ISBN 3-88557-217-6/978-88557-217-6
Otto Hupp Königreich Preußen –Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer Der lange Zeit vergriffene Nachdruck von Band 1, Heft 1 (1896) und 2 (1898) dieses Ortswappen¬werks wird nun erneut vorgelegt. Er vereinigt 677 vierfarbig wiedergegebene Ortswappen mit jeweils kurzen Erklärungen aus den preußischen Pro¬vinzen Ost- und Westpreußen (mit Danzig), Brandenburg, (Vor- und Hinter-) Pom¬mern, Posen und (Nieder- und Ober-) Schlesien. Eine Einführung von Ludwig Biewer enthält einen historischen Überblick über die Verwaltungs- und Gebietsveränderungen des Deutschen Reiches nach dem Ersten Weltkrieg sowie hilfreiche Erläuterungen zum Wappenwesen in Preußen. 184 S., gebunden, 4. Aufl. Bonn 2006, ISBN 3-88557-220-6/978-88557-220-6
Alfred Ritscher Reval an der Schwelle zur NeuzeitTeil 1: Vom Vorabend der Reformation bis zum Tod Wolters von Plettenberg (1510-1535) Deutlicher als in vergleichbaren anderen Städten des Ostseeraums lassen sich in Reval die Geschicke der Stadt und ihrer Bewohner in einer Zeit beobachten, die von Fundamentalen Umbrüchen sowohl in politischer als auch in kulturell-religiöser Hinsicht bestimmt wurde. Neben den äußeren Beziehungen zu Lübeck, Dänemark und Schweden werden die Beziehungen zum niedergehenden Deutschen Orden sowie die inneren Verhältnisse der Stadt und die Auswirkungen der Reformation auf das städtische Leben beleuchtet. 1998, 232 S., broschiert, ISBN 3-88557-145-5/978-88557-145-2
Alfred Ritscher Reval an der Schwelle zur NeuzeitTeil 2: Vom Tode Wolters von Plettenberg bis zum Untergang des Deutschen Ordens in Livland (1535-1561) Die tiefgreifenden politischen, wirtschaftlichen und geistigen Umwälzungen der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts führten die Stadt Reval in eine Krise: Der livländische Landesherr, der Deutsche Orden, angesichts der nur unzureichend bewältigten Herausforderung der Reformation erstarrt, vermochte die für eine florierende Handelsstadt erforderliche Freiheit und Sicherheit nicht mehr zu garantieren, dies insbesondere im Hinblick auf die aufstrebende, zur Ostsee hin drängende Macht Russland. Die Folge war für Reval eine radikale Neuorientierung: die Unterstellung unter die Herrschaft der Krone Schweden und damit die Aufgabe eines Teiles seiner bisherigen Identität. Aber gerade dies ermöglichte den Fortbestand des autonomen städtischen Gemeinwesens. 2001, 122 S., broschiert, ISBN 3-88557-208-7/978-88557-208-4
Karol Sauerland (Hrsg.) Kulturtransfer Polen – DeutschlandWechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Band 1 Seit einigen Jahren geht die Kulturtransferforschung neue Wege, indem sie den Akzent auf die Auf- und Übernahme von Neuerungen setzt. In dieser Richtung haben sich auch die Autoren des vorliegenden Bandes, renommierte Wissenschaftler aus Polen und Deutschland, bei der Erforschung der Rolle des Kulturtransfers begeben. Anhand so unterschiedlicher Themenkomplexe wie Volksleben, Handel und Gewerbe sowie des gesellschaftlichen Zusammenlebens in ausgewählten Regionen wie dem frühneuzeitlichen Preußen wird das Miteinander von Deutschen und Polen, ihr gegenseitiges Geben und Nehmen, in der mittelalterlichen, neueren und neuesten Geschichte vorgestellt. Einen gewissen Schwerpunkt bildet die Sprache da besonders sie die Transfervorgänge widerspiegelt und fassbar macht. 1999, 147 S., broschiert, ISBN 3-88557-193-5/978-88557-193-3
Karol Sauerland (Hrsg.) Kulturtransfer Polen – DeutschlandWechselbeziehungen in Sprache, Kultur und Gesellschaft, Band 2 Kulturtransfer vollzieht sich niemals auf Einbahnstraßen. Suggerierte einst der Begriff des Kulturtransfers die einseitige Vermittlung zivilisatorischen Fortschritts, so zeigt sich bei differenzierender Betrachtung, dass – bleibt man bei dem Bild der Straße – stets mit einem Hin und Her sowie mit Umwegen und Hindernissen zu rechnen ist. Dies gilt nicht zuletzt für Sprache, Kultur und Gesellschaft im deutschen und im polnischen bzw. ostmitteleuropäischen Raum, die stets wechselseitig auf einander einwirkten und dies bis heute tun. Ein thematischer Schwerpunkt der vielfältigen Erörterungen polnischer und deutscher Wissenschaftler – Historiker, Sprachwissenschaftler, Kunsthistoriker und Literaturwissenschaftler – bildet die Stadt als Ort willkommenen oder auch abgelehnten Kulturtransfers. 2001, 192 S., broschiert, ISBN 3-88557-205-2/978-88557-205-3